Friedrich-Schiller-Gymnasium Pfullingen
Heute ist Freitag, der 20.10.2017

Aktuelles

 

 

 

"Achtung Jungs! - Achtung Männer" - Ein Bericht



Ein Angebot für Männer und ihre Jungs der Klassen 5-6 des FSG Pfullingen

Andere Männer und Jungs kennen lernen. In der Natur aktiv sein. Spannende Sachen erleben. Neue Seiten an sich und den anderen entdecken. Zusammenhalten.

 

Bericht
Kanu-Fahrt mit Zeltübernachtung
15./16. Juli 2017

 

 

Samstag vormittags um 9 Uhr treffen sich bekannte und auch neue Gesichter auf dem Schulhof des FSG. 14 Jungen der Klassenstufen 5 und 6, sowie 15 dazugehörige Männer wollen ein gemeinsames Wochenende mit Kanufahren und Zeltübernachtung verbringen. Nach kurzen Absprachen verteilen wir uns auf die Autos. Die erste Aufgabe ist, die Kanu-Einstiegstelle in Binzwangen zu finden. Ein Vater ist mit seinem Sohn schon am Vortag ins Donautal gefahren, um die Strecke und den Campingplatz auszukundschaften und wartet dort auf uns.

 

 

Vom Kanuverleih bekommen wir unsere Boote, die Ausrüstung und eine Einweisung zur Sicherheit und zum Streckenverlauf. Endlich kann es losgehen. Wir verteilen uns auf die 3er- und 4er-Boote und fahren los. Die einen gemütlich – die anderen wollen lieber „Strecke machen“. Einige Stromschnellen sind dabei zu bewältigen. Beim Wehr an der Umtragestelle in Riedlingen machen wir eine erste Pause. Alle sind noch da. Dann geht’s weiter auf dem zweiten Streckenabschnitt durchs Naturschutzgebiet Donauwiesen. Es fühlt sich an wie Urlaub. Viele legen nochmal an einer Kiesbank an. Die Männer unterhalten sich, während die Jungs unerschrocken im kalten Wasser baden. Beim Ausstieg in Zwiefaltendorf müssen wir uns erst mal sortieren. Wer holt die Autos? Was müssen wir denn eigentlich noch einkaufen? Wo geht’s denn hier zum Zeltplatz?

 

 

Angekommen auf dem schönen Campingplatz Wagenburg weist uns der Besitzer den hintersten Teil auf der Donauwiese zu. Dort bauen wir unsere kleine Zeltstadt mit einer Feuerschale als Mittelpunkt auf. Die Männer genießen dort den Abend, grillen und bewachen das Feuer. Die Jungen wollen lieber an einer eigenen Feuerstelle experimentieren oder spielen Fußball. Handy-Zocken? – Uninteressant! Spätestens um Mitternacht ist jeder in sein Zelt gekrochen und es kehrt Ruhe ein.

 

Am nächsten Morgen sind alle früher wach, als erwartet. Die Unterhaltungen fallen allerdings noch etwas kürzer aus: „Rückenweh?“ – „Ne.“ – „Doch.“, „War das kalt!“ – „Ne.“ – „Doch.“ Einige gehen zum Bäcker. Für die Männer ist erst einmal ein Stehkaffee dran. „Becher vergessen? – Macht nichts. Ich hab‘ noch einen.“ Die Jungs sind glücklich mit einem Schokobrötchen in der Hand. Sie machen wieder Feuer an der Donau und beobachten einen Biber beim Frühsport. Moment - das Frühstück ist noch nicht vorbei. Bayram Ceran bereitet ein Omelette mit Schafskäse und 50 Eiern zu! Einige Jungs helfen gerne mit. Lecker! Danach Zelte abbauen und, wer mag, nochmal baden gehen in der erfrischenden Donau.

 

 

Dann heißt es für alle „Catch me, if you can.“: In Geschicklichkeits- und Lauf-Duellen treten die Männer gegen die Jungs an. Es wird nochmal kräftig angefeuert. Die Männer gewinnen, befürchten aber, dass sie bald von ihren Jungs eingeholt werden.

 

 

Bei einer ausführlichen Abschlussrunde hat jeder noch die Gelegenheit ein Anliegen loszuwerden oder auch sein persönliches „Highlight“ des Wochenendes zu erzählen. Diese ganz besonderen Erlebnisse werden sicherlich noch in den Alltag hinein wirken. Wir verabschieden uns müde aber zufrieden und hoffen auf ein Wiedersehen bei einer neuen Aktion nach den Sommerferien.

 

Heiko Jesser (Dipl.-Sozialpädagoge/Schulsozialarbeit am FSG)

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