"Krabat"  -   Ein Internetprojekt der Klasse 7c des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Pfullingen

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Der Meister


Der Meister ist ein massiger, dunkel gekleideter Mann, ein schwarzes Pflaster bedeckt sein linkes Auge, auf dem Kopf trägt er einen Dreispitz. Er ist der Müller der Mühle im Koselbruch und hat die Aufsicht über die Mühlknappen und die Arbeit in der Mühle. Gleichzeitig ist er aber auch der Meister der Schwarzen Schule und unterrichtet die Mühlknappen in der schwarzen Magie.

Oft sitzt der Meister in der Schwarzen Kammer. Dort befindet sich auf einem Tisch ein Totenschädel, auf dem eine Kerze klebt, und der Koraktor, ein in Leder eingebundenes Buch, das alle Zaubersprüche der Welt enthält. Nur der Meister darf darin lesen.



Bei der Arbeit in der Mühle legt der Meister fast nie Hand an. Nur solange der neue Lehrjunge seine Probezeit noch nicht beendet hat, muss er in den Neumondnächten mitschuften, wenn der „Herr Gevatter“ mit seinem Fuhrwerk auftaucht. Der „Herr Gevatter“ ist auch der Einzige, den der Meister fürchtet, denn er ist von ihm abhängig. Jedes Jahr in der Sylvesternacht muss er dem „Herrn Gevatter“ einen seiner Mühlknappen opfern, sonst muss er selber sterben. Von Neujahr an bleibt der Meister sechs Tage lang verschwunden. Erst am Dreikönigstag, wenn ein neuer Lehrjunge in der Mühle auftaucht und den gestorbenen Gesellen ersetzt, taucht auch der Meister wieder auf. Er ist dann ganz bleich im Gesicht, bekommt aber in der folgenden Zeit wieder seine normale Hautfarbe zurück.

Den Burschen gegenüber ist der Meister unbarmherzig. Verstößt jemand gegen die Regeln, so wird er hart bestraft, wie zum Beispiel Michal, als dieser dem neuen Lehrjungen heimlich hilft. 

Der Meister hat viele besondere Fähigkeiten. Er kann sich in jedes beliebige Tier verwandeln, das dann wie er selbst einäugig ist. Mit Vorliebe verwandelt er sich in einen Habicht, um zum Beispiel die Müllerburschen zu beobachten. Er kann auch die Träume der anderen mitträumen oder ihnen ganz bestimmte Träume schicken. Er verhindert ebenfalls, dass ein Mühlknappe aus der Mühle wegläuft. Egal, wie weit dieser läuft und in welche Richtung, immer steht er am Abend wieder vor der Mühle. Der Meister entscheidet in der Mühle auch über Leben und Tod. 

Von Zeit zu Zeit verlässt der Meister die Mühle für kurze Zeit. Einmal nimmt er Krabat in seiner Kutsche mit nach Dresden, wo er mit dem Kurfürsten über Krieg und Frieden entscheidet.

Nur selten erzählt der Meister von sich und seinem Leben. Die Mühlknappen erfahren von ihm jedoch, wie er damals im Krieg seinen besten Freund Jirko getötet hat. 

In Krabats drittem Jahr auf der Mühle, bietet der Meister Krabat an, sein Nachfolger zu werden. Doch Krabat lehnt ab. Die Kantorka befreit schließlich Krabat und die anderen Knappen aus der Mühle, indem sie die Probe besteht und Krabat unter allen Mühlknappen erkennt. Noch in derselben Nacht muss der Meister sterben und die Mühle geht in Flammen auf.




Valentin & Jonas