"Krabat"  -   Ein Internetprojekt der Klasse 7c des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Pfullingen

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Der "Herr Gevatter"


Der "Herr Gevatter" ist die unheimlichste und rätselhafteste Gestalt im Roman. Wir erfahren nur wenig über ihn. Im Roman wird nicht erwähnt, wo er herkommt oder wie er heißt. 

Der "Herr Gevatter" trägt einen Hut mit einer flammend roten Feder, die in der dunklen Nacht wie ein Feuer lodert und leuchtet. Seine Stimme klingt wie "glühende Kohlen und klirrender Frost".

Mit dem Meister der Mühle im Koselbruch hat der "Herr Gevatter" eine Art Pakt. 

In jeder Neumondnacht kommt er mit einer schwer beladenen Kutsche, vor die sechs schwarze Pferde gespannt sind, zur Mühle im Koselbruch. Das Fuhrwerk wird von einer schwarzen Plane bedeckt. Egal wie schwer es auch beladen ist, es hinterlässt keine Spuren, noch nicht einmal im Schnee.



Die Mühlknappen müssen die Säcke vom Fuhrwerk in den Toten Gang schleppen und den Inhalt mahlen. Warum und wozu erfahren wir leider nicht. Auch was sich in den Säcken befindet, wird nie ganz klar. Einmal findet Krabat im Toten Gang jedoch ein paar Knochensplitter und Zähne. Diese stammen, so vermuten wir, von Kriegstoten, denn der Meister will unbedingt, dass der Krieg weitergeht. Deshalb fährt er einmal sogar nach Dresden, um den Kurfürsten davon zu überzeugen.

Am Ende jedes Jahres muss der Meister dem "Herrn Gevatter" einen seiner Gesellen opfern, sonst muss er selber sterben. Wenn der Meister einen Nachfolger für sich auf der Mühle einsetzen will, um die Mühle verlassen zu können, muss der "Herr Gevatter" zustimmen.

Der "Herr Gevatter" ist somit viel mächtiger als der Müller im Koselbruch, der ihn fürchtet, und er erinnert an den Teufel. Vermutlich ist er es sogar.




Eberhard, Marius & Sandro