"Krabat"  -   Ein Internetprojekt der Klasse 7c des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Pfullingen

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Das Projekt

Rituale und Bräuche 
der Schwarzen Schule



Zauberunterricht
Die Mühlknappen lernen in der Schwarzen Schule nicht nur das Müllern, sondern auch die "Kunst der Künste", die schwarze Magie. Jeden Freitagabend liest der Meister in der Schwarzen Kammer einen Zauberspruch in leichtem Singsang aus dem Koraktor vor, genau dreimal.  Die in Raben verwandelten Müllerburschen müssen die Zaubersprüche nachsprechen und auswendig lernen.

 



Osterbräuche

In der Osternacht werden die Müllerburschen vom Meister ausgezählt und paarweise losgeschickt, um die Nacht an einem Ort zu verbringen, an dem jemand gewaltsam zu Tode kam. Zu zweit wachen die Mühlknappen die ganze Nacht an einem Feuer, bis der Morgen anbricht.

Am Ostermorgen malen sich die Müllerburschen gegenseitig mit einem Stück Kohle einen Drudenfuß (ein Pentagramm)auf die Stirn und sagen den Spruch:

        Ich zeichne dich, Bruder,
        Mit Kohle vom Holzkreuz,
        Ich zeichne dich
        Mit dem Mal der Geheimen Bruderschaft.


Dann machen sie sich auf den Weg zur Mühle. Dort an der Tür hängt ein Ochsenjoch, darunter müssen sie durchgehen und den Spruch sagen:

        Ich beuge mich 
        unter das Joch 
        der Geheimen Bruderschaft.


Der Meister versetzt ihnen einen Backenstreich auf die rechte Wange und sagt:

        Gedenke, dass du ein Schüler bist!

Dann schlägt er ihnen auf die linke Wange und sagt:

        Gedenke, dass ich der Meister bin!

Anschließend müssen sie solange schuften, bis sich auch der letzte den Drudenfuß von der Stirn geschwitzt hat. Dann geht ihnen ein ganzes Jahr lang die Arbeit leicht von der Hand, sofern sie zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang verrichtet wird.


Neumondnächte

In jeder Neumondnacht kommt der „Herr Gevatter“ zur Mühle. Die Müllerburschen tragen die Säcke von der Kutsche in die Mühle, wo sie den Inhalt im Toten Gang zermahlen. Dann schleppen sie die Säcke zurück auf das Fuhrwerk. Da diese Arbeit nachts verrichtet werden muss, ist sie sehr anstrengend. Der Meister und der "Herr Gevatter" sitzen solange gewöhnlich auf dem Kutschbock. Nur in der Zeit zwischen Neujahr und Karfreitag muss der Meister selbst mit anpacken, da der neue Lehrjunge sich solange in der Probezeit befindet und der Meister für ihn einspringen muss, um das Dutzend voll zu machen.

Jahreswechsel
In jeder Silvesternacht muss ein Mühlknappe sterben. Wer, bestimmt der Meister. Danach steht die Mühle sechs Tage lang still, der Meister verschwindet. Am Dreikönigstag taucht der Meister wieder auf, es kommt ein neuer Junge auf die Mühle und ersetzt als Lehrjunge den gestorbenen Mühlknappen. Dann beginnt die Mühle wieder zu mahlen.

Links
In der Schwarzen Schule hat "links" eine ganz besondere Bedeutung:
- In Krabats Traum sitzen elf Raben auf einer Stange, ein Platz ist frei, am linken Ende.
- Der Meister trägt ein schwarzes Pflaster auf dem linken Auge. Wenn er sich in ein Tier verwandelt, so ist dieses einäugig. Das linke Auge fehlt.
- Der Handschlag, mit dem Krabats Aufnahme in die Mühle besiegelt wird, erfolgt mit der linken Hand.
- Der Meister hebt die linke Hand, um die Mühlknappen in Raben zu verwandeln und auf die Stange zu schicken.
- Alle Zauberhandlungen werden mit links oder linksherum ausgeführt. 
Wenn ihr genau lest, werdet ihr noch sehr viel mehr Beispiele finden.





Fabian & Jannik