"Krabat"  -   Ein Internetprojekt der Klasse 7c des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Pfullingen

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Die Sorben


Name 
Sorben, obersorb. Serbja, niedersorb. Serby, lat. Surbi, Surabi bzw. Sorabi 


Siedlungsgebiet  
Die Sorben sind ein westslawisches Volk, das im 6. und 7. Jahrhundert die Gebiete zwischen Neiße und Saale, dem Erzgebirgsvorland und dem Fläming besiedelten. Heutzutage gibt es 60.000 Sorben. Ca. 40.000 davon leben in der sächsischen Oberlausitz (vor allem bei Bautzen, Hoyerswerda und Kamenz), die anderen 20.000 in der brandenburgischen Niederlausitz (im Gebiet zwischen dem im Süden gelegenen Senftenberg und dem im Norden gelegenen Lübben).


Tracht 
Früher gab es zehn verschiedene Trachtenvarianten, davon gibt es heute noch vier. Die Festtagstracht ist sehr farbenfroh und wird zu besonderen Anlässen getragen. 


Sprache 
Es gibt zwei sorbische Sprachen : Obersorbisch und Niedersorbisch, welches stark vom Aussterben bedroht ist. Während Obersorbisch dem Tschechischen ähnelt, steht das Niedersorbische dem Polnischen näher.


Nationale Symbole 
Die Flagge der Sorben (siehe Zeichnung) wurde zum ersten Mal 1842 erwähnt. Nach dem Panslawischen Kongress im Jahr 1848 in Prag, erhielt sie ihre heutigen Farben. Sie ähnelt den Flaggen von Russland und Serbien, aber auch den Flaggen der benachbarten slawischen Völker, der Tschechischen und der Slowakischen. 1935 wurde die sorbische Flagge von den Nationalsozialisten verboten, seit dem 17 Mai 1945 aber wieder offiziell von der Domowina verwendet. 
In den deutschen Flaggengesetzen wurde die sorbische Flagge nicht erwähnt, in Cottbus und Dresden jedoch wird sie bei besonderen Anlässen und an Feiertagen benutzt.
Ein anderes nationales Symbol ist natürlich die sorbische Hymne, „
Rjana Łužica”. Übersetzt bedeutet „Rjana Łužica” schöne Lausitz.
In Sachsen sowie im Sorben (Wenden)-Gesetz (SWG) des Landes Brandenburg ist heute geregelt, dass die sorbische Hymne und die sorbische Flagge gleichberechtigt neben staatlichen Symbolen geführt werden können.



Tobias & Philipp