Friedrich-Schiller-Gymnasium Pfullingen
Heute ist Sonntag, der 26.03.2017

Musik

 

 

Grundsätze und Ziele des verstärkten Musikunterrichts am FSG


Das Friedrich-Schiller-Gymnasium bietet als einziges Gymnasium im Kreis Reutlingen Klassen mit verstärktem Musikunterricht (ab Klasse 5) und das anschließende Musikprofil (ab Klasse 8) an. Bereits seit 1979 existiert diese Möglichkeit der besonderen musikalischen Förderung an unserer Schule (seit damals Musikzug genannt). Im Musikzug werden die praktischen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler, die sie u.a. im Instrumentalunterricht erwerben, verknüpft mit theo-retischem Grundwissen über Musik. Gemeinsam können die Schülerinnen und Schüler so schon als Jugendliche die Aufführungen großer Werke wie z.B. Bachs Weihnachtsoratorium oder Händels Messias mitgestalten, was eine große künstlerische Leistung bedeutet. Die Schülerinnen und Schüler bereichern hier in vielfältiger Weise das Schulleben. Voller Freude blicken wir auf manche Absolventen des Musikzuges, die heute aktive Profimusiker/innen oder Musiklehrer/innen im schulischen und außerschulischen Bereich sind.

Selbstverständlich ist der verstärkte Musikunterricht nicht nur für besonders begabte Kinder geeignet, die anschließend einen Musikberuf ergreifen. Der Musikzug bietet allen Schülerinnen und Schülern besonders gute Voraussetzungen, um auch später am Musikleben in der Gesellschaft aktiv teilnehmen zu können und selbst daraus Nutzen zu ziehen – entweder aktiv musizierend in allen musikalischen Bereichen (von ernster Musik bis zu Jazz / Pop) oder als gebildeter Konzert- und Opernbesucher.

 


Breite musikalische Ausbildung


Die Schülerinnen und Schüler des Musikzuges erhalten gegenüber den „Normalschülern“ eine deutlich verbreiterte musikalische Ausbildung, die besondere Schwerpunkte setzt:

  • Intensives Musizieren (vokal und instrumental) sowie systematisch angelegte Übungen in Gehörbildung, Tonsatz und Ensemble-Leitung erweitern die musikpraktischen Fähigkeiten.
  • Improvisationen mit Stimme und Instrument und erste Kompositionsversuche fördern kreatives Handeln und Denken.
  • Eingehende Analysen musikalischer Werke vertiefen das musik- und kulturhistorische Wissen.


Der Musikunterricht ist also besonders handlungsorientiert und erfahrungsbezogen angelegt, da die Kinder neben Gesang, Improvisation und Tanz auch ihre instrumentalen Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen können und lernen, Musikstücke mit einem Ensemble einzuüben und zu dirigieren. Die erworbenen praktischen Fähigkeiten und die vertieften Kenntnisse und Einsichten in das Wesen der Musik erlauben es den Schülerinnen und Schülern, Werke bewusst zu gestalten, stilgerecht zu musizieren und sachkundig zu beurteilen.

 


Keine zusätzliche Belastung


Wenn Sie Ihr Kind für den verstärkten Musikunterricht anmelden, legen Sie sich zunächst nur für die Klassen 5 bis 7 fest, wobei in begründeten Ausnahmefällen ein Wechsel auch nach den Klassen 5 und 6 möglich sein wird, sofern dies organisatorisch durchführbar ist.
                                         
Für die Klassenstufen 8 bis 10 wählen alle Schülerinnen und Schüler am Ende des 7. Schuljahres eines der drei Profile (Musikprofil, Sprachprofil, naturwissenschaftliches Profil) mit den vierstündigen Kernfächern Musik, Spanisch oder NwT. Am Ende des 10. Schuljahres steht die Fächerwahl für die Kursstufe an.


Die Musikzugschülerinnen und -schüler erhalten in den Klassen 5, 6 und 7 jeweils drei Stunden Musikunterricht (im Unterschied zu zwei Stunden im nicht verstärkten Musikunterricht), weil wir – und mit uns alle Fachleute – der Meinung sind, dass es von großem Vorteil ist, bereits in den Klassen 5 bis 7 den Musikunterricht zu verstärken, um die Vielfalt der musikalischen Ausbildung zu gewährleisten.   Die Bildungsstandards im Fach Musik legen ein starkes Gewicht auf das Musizieren, so dass die Schülerinnen und Schüler die zusätzliche Stunde nicht als Belastung empfinden dürften. Das zeigen auch alle bisherigen Erfahrungen.
 
Die Musikzugschülerinnen und -schüler haben aber in ihrer gesamten Schulzeit nicht mehr, sondern ebenso viele Unterrichtsstunden wie die anderen Schülerinnen und Schüler (auf alle Fächer bezogen), denn die drei zusätzlichen Musikstunden in der Unterstufe werden für sie durch weniger Unterrichtsstunden in den Klassenstufen 8 – 10 ausgeglichen.

 


Keine besondere Vorbildung nötig


Für die Aufnahme in die Klasse 5 werden keine besonderen Vorkenntnisse verlangt. Grund-voraussetzung für die Teilnahme am Musikzug ist die Freude am Singen und Musizieren; instrumentale Fertigkeiten werden nicht vorausgesetzt. Allerdings sollte Ihr Kind bereit sein, außerhalb des Schulunterrichts ein Instrument zu erlernen und an einer unserer Arbeits-gemeinschaften Musik teilzunehmen. Möglicherweise können folgende Fragen Aufschluss   darüber geben, ob Ihre Tochter oder Ihr Sohn für den Musikzug in Frage kommt:

 

  • Hört mein Kind gerne und aufmerksam Musik?
  • Singt es gerne?
  • Musiziert es gerne, falls es schon ein Instrument erlernt?
  • Bin ich bereit und in der Lage, eine nicht unerhebliche Summe in die Instrumental- oder Vokalausbildung meines Kindes zu investieren?

 

Wenn Sie diese Fragen mit „ja“ beantworten können, dann ist die Wahl des Musikzuges auf jeden Fall die richtige Entscheidung für Ihr Kind.

 

Dorothee Hirschmann
Fachabteilung Musik, Friedrich-Schiller-Gymnasium