Friedrich-Schiller-Gymnasium Pfullingen
Heute ist Sonntag, der 13.10.2019

Aktuelles

 

 

 

"Achtung Jungs! - Achtung Männer" - Ein Bericht



Ein Angebot der Schulsozialarbeit am Friedrich-Schiller-Gymnasium Pfullingen
für Männer und ihre Jungs der Klassen 5 und 6

Andere Männer und Jungs kennen lernen! In der Natur aktiv sein! Spannende Sachen erleben! Neue Seiten an sich und den anderen entdecken! Zusammenhalten!

 

Erlebnisbericht
Zeltübernachtung an der oberen Donau
20./21. Juli 2019

 

Mit Aussicht auf ein sommerlich sonniges Wochenende treffen sich 9 Schüler der Klassen 5/6 des FSG und 9 dazugehörige Männer mit Bayram Ceran und Heiko Jesser samstags um 9 Uhr auf dem Schulhof des FSG. Es ist wieder Zeit für „Achtung Männer! - Achtung Jungs!“ – ein Projekt, finanziert durch Landesmittel von STÄRKE und durchgeführt von der Schulsozialarbeit des Jugendhilfeträgers pro juventa.

 

Wir lernen uns kennen und besprechen, was wir essen wollen: Fleisch, Würstchen, Brötchen, Ketchup, Senf und Rohkost zum Abendessen. Brot mit viel Nutella, Kaffee und 40 Eier fürs Rührei zum Frühstück. Schnell finden sich zwei Väter mit ihren Söhnen, und gehen auf der Hinfahrt zum Jugendzeltplatz Aisnau bei Gutenstein a. d. Donau für uns alle noch einkaufen.

 

 

Die Zeltwiese liegt idyllisch an einem Donaubogen, dahinter naturgeschützter Wald. Die Ausstattung ist spartanisch. Es gibt ein Klo-Häuschen und einen Trog mit angeschlossenem Wassertank, geliefert vom Landwirt. Das macht aber gar nichts, denn die Donau ist nur ein paar Schritte entfernt. Trotz Niedrigwasser können wir an aufgestauten Stellen sogar schwimmen und mit einem kleinen mitgebrachten Kajak oder auf unseren Luftmatratzen paddeln. Aber zuerst wird in Zweier-Teams unsere kleine Zeltstadt mit Feuerstelle aufgebaut.

 

 

Nachmittags geht es dann an einen Kletterfelsen oberhalb von Hausen a. d. Donau. Dort erwartet uns der Erlebnispädagoge Achim Rampf für eine „kleine Mutprobe“. Die Aufgabe besteht darin, sich von ihm gesichert, von einem Felsen in die Tiefe abseilen zu lassen. Einige klettererfahrene Jungs und Männer machen das ziemlich locker vor. Andere kommen an ihre Grenzen und müssen ihren ganzen Mut zusammennehmen, sich in schwindelerregender Höhe rückwärts ins Seil zu setzen. Dabei erfahren die Jungs, dass einige von uns Männern richtig „Muffensausen“ bekommen und genauso Angst haben können, wie sie selbst. Es ist nämlich auch O.K., wenn man(n) sich traut, die Herausforderung nicht anzunehmen, ohne als Schwächling bezeichnet zu werden. Unten angekommen wird jeder, der sich getraut hat, freudig in Empfang genommen und von der Gruppe beklatscht.

 

 

Dann ist Zeit für einen entspannten Abend beim Baden, Holz und Feuer machen, Grillen am Lagerfeuer und Fußball spielen. Wir Männer sitzen noch mit spaßigen Gesprächen und witzigen Geschichten am Feuer, während die Jungs um uns herum nur noch als „Glühwürmchen“ zu erkennen sind. Sie spielen „Fangi-Verstecki“ im Dunkeln mit Taschenlampen.

 

 

Die Nacht ist kurz. Zum Frühstück gibt es Nutella-Brot und Rührei am Feuer und – Schneckennudeln!!! Einige Jungen bauen sich kleine Flosse und machen ein anschließendes Wettrennen in der Donau. Bayram hat für uns alle eine besondere Achtsamkeitsübung aus der Naturpädagogik mitgebracht: Die Aufgabe besteht darin, sich so zu orientieren, damit die Jungen möglichst ohne Hilfestellung in die Arme ihrer Väter finden – danach umgekehrt. Bei der Abschlussrunde teilen wir noch mal unsere Erlebnisse und sprechen uns viel Dank zu, denn jeder Einzelne hat mit seiner Hilfsbereitschaft und seinen Ideen für das Gelingen dieses Abenteuerwochenendes beigetragen.

 

 

Das ist noch passiert: Reparieren einer Fahrradpanne von zwei vorbeiradelnden Südkoreanern, nächtliches Träumen von Schneckennudeln, Fußballgolf, Herausfallen einer Auto-Schiebetür, Nachtwache, Beobachtung der ISS-Station und unzähliger Sterne, Gewitter-Schauer, Übernachtung im Baumzelt, Zeitplan „gesprengt“, Sonnenbrillen als Überraschungsgeschenk, Schneckennudeln „in echt“ zum Frühstück …und noch vieles mehr.

 

Alle teilnehmenden Jungs können noch im Büro der Schulsozialarbeit Fotos als Erinnerung abholen. Die nächste Aktion kann schon vorgemerkt werden. Sie findet statt, am Sonntag, den 13. Oktober 2019 im Reutlinger Theater „Die Tonne“.

 

Ein ganz besonderer Dank gilt dem teilnehmenden Schülervater und Waldpädagogen Stefan Machura für Tipps, Know-how und Equipment!

 

Einen schönen Sommer und ein herzliches Wiedersehen im neuen Schuljahr wünscht
Heiko Jesser (Dipl.-Sozialpädagoge / pro juventa / Schulsozialarbeit am FSG)

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