"Ausweg Musik"

Das Musical „Ausweg Musik“, geschrieben von den Schülern Pia Staneker, Jose Bosch und Lara Schmauder, dreht sich um eine Schülerin namens Clara (Milla Unterhalt), die aufgrund hoher Erwartungen unter großem Druck steht. Bei der Aufführung boten der Chor und das Orchester des Friedrich-Schiller-Gymnasiums wieder einmal eine beeindruckende Show.

Der Druck, der auf Clara lastet, wird schon zu Beginn mit einem etwas gruseligeren Chorstück verdeutlicht: „Daemon irrepit calidus“ von Györy Orbán. Während des Stückes marschiert der Chor maskiert durch die Reihen der Zuschauer, was Clara als Alptraum empfindet. Als sie daraufhin am Bühnenrand sitzt, läuft ein Junge auf die Bühne und hängt Plakate für den Chor auf.

Anfangs ist sie kein besonders großer Fan davon, selbst Musik zu machen aufgrund ihrer strengen Musiklehrerin (Elena Streit). Deshalb reagiert sie auch erst eher kritisch, als sie von Nick (Floris Martens) in den Chor eingeladen wird, beschließt jedoch es auszuprobieren, nachdem sie erfährt, dass der Chor von einem anderen Musiklehrer geleitet wird.

Im Chor findet zur Musik, aber auch Freunde, insbesondere zwei Jungen, die von ihr träumen - Leo (Fabian Rudolf) und Nick. Sie hat jedoch nur Augen für Leo. Diese Dynamik wird in dem von Elena Streit choreografierten Chorstück „A Million Dreams“ deutlich. In der Szene singt erst der Chorleiter, gespielt von Nicolas Eißler, einen Teil des Stückes, während der Tanzlehrer, gespielt von Jose Bosch, mit dem Chor eine Choreografie einstudiert. In der zweiten Hälfte des Liedes kommen die beiden Jungen in die Mitte, welche sich im Tanz mit Clara abwechseln, während ein Mädchen aus dem Chor (Clara Faaht) ihren Solopart singt.

Wer allerdings Augen für Nick hat, ist Frida (Lara Schmauder), dies wird in ihrem Dialog mit einer Freundin (Pia Staneker) nach dem Lied deutlich. Nach einer frustrierenden Mathestunde flieht Clara in die Musik und verbarrikadiert sich in ihrem Zimmer. Nachdem ihre Familie und Freunde, auch Nick, keinen Erfolg dabei hatten, sie zurückzuholen, probiert Leo sein Glück. Mit dem emotionalen Duett „Rewrite the Stars“ hat er schließlich Erfolg und Clara kommt wieder zurück in die Realität. Während die beiden Verliebten über die Bühne tanzen, singen zwei ihrer Freundinnen (Jolanda Reik und Mia Flamm) „Never enough“.

Als das Lied endet, stürmt Nick wütend auf die Bühne und donnert den für Clara mitgebrachten Blumenstrauß vor ihre Füße. Voller Enttäuschung sagt er wie zu sich selbst den Text des Liedes „April is in my Mistress‘ Face“ welches daraufhin von seinen Freunden mit ihm gesungen wird. Als er daraufhin zusammenbricht, entpuppt sich die vermeintlich gemeine Musiklehrerin jedoch als nett und einfühlsam, indem sie beginnt das Lied „Fix you“ zu singen. Später übernimmt Frida und schafft es, Nick damit wieder aufzumuntern. Dieser erkennt am Ende das er „blöd“ war, Frieda nicht zu sehen und so endet das Stück in einem Happy End,gekrönt von dem mitreißenden Lied „From now on“.

Ein besonderes Highlight des Stückes waren die verschiedenen Solisten- als auch Chorstücke. Hierbei stachen die Stücke aus „The greatest Showman“ besonders heraus. Neben ihnen wurden jedoch auch bekanntere Lieder wie „Fix you“ von Coldplay oder „In this Shirt“ von Irrepressibles, aber auch ältere Stücke wie „If Music be the food of Love“ von Henry Purcell gespielt und gesungen. Das Orchester (Leitung: Jochen Rohn) begleitete nicht nur sicher und in farbenreichen Arrangements die Lieder, sondern untermalte besondere Momente wie das bedrohliche Ticken einer Uhr durch eigene Kompositionen. Die Kostüme wurden von den „Bühnis“ unter der Leitung von Friederike Just zusammengestellt. Auch das Bühnenbild wurde von ihnen entworfen und während des Stückes mehrfach umgebaut. Für das Licht und den Ton sorgte die Technik AG der Schule unter der Leitung von Maximilian Kolbe.

Wie auch im vorherigen Jahr wurde mit der Musikschule kooperiert und es wurde eine Stimmbildung bei der Gesangslehrerin Monika Herzer für die Schülerinnen und Schüler angeboten, dies wurde freundlicherweise von unserem Förderverein PFIFF, der Stiftung „Zeit für Menschen“ und der Stadt Pfullingen unterstützt. Wie immer lässt sich sagen, dass es eine faszinierende Leistung der Schülerinnen und Schüler war und man sich jetzt schon auf das nächste Musical freuen kann.