Exkursion Grafeneck

Aktion T4 - das war der Tarnname der Nationalsozialisten für die systematische, massenhafte Ermordung von Menschen mit Behinderung sowie chronisch und psychisch Kranken. Wir erkundeten das Schloss Grafeneck, das Dokumentationszentrum, den Friedhof und die Gedenkstätte - ein heute von der Samariterstiftung genutztes Gelände- und durften hinter die Kulissen schauen, was sich dort im Jahr 1940 abgespielt hat ….

Aussagen von Schüler/innen der Klasse 9b:

"Mich hat sehr vieles beeindruckt, vor allem wie viel es von den 'Patienten' noch an Infos gab und dass so viel in diesen Dokumenten gefälscht wurde. Ich fand es auch sehr krass, dass täglich ca. 70 Menschen dort umgebracht wurden. Die Führung vor Ort fand ich sehr wichtig, da alles noch viel klarer, emotionaler wird, als alles nur in Schulbüchern zu lesen. Man realisiert dort, dass das alles wirklich passiert ist. Ich nehme für mich mit, dass sich so etwas nie wieder wiederholen darf und jeder muss sich dafür einsetzen. Jeder Mensch ist ein Mensch und sollte so respektiert werden, wie er ist."

"Der Besuch in der Gedenkstätte Grafeneck hat mich ziemlich nachdenklich gemacht. Besonders interessant fand ich, dass wir am Anfang den Fall einer Person - Fanny - erarbeiten durften. Wir haben Informationen über ihr Leben und ihre Familie kennengelernt und darüber herausgefunden, wie ihr Leben in Grafeneck zu Ende gegangen ist. Der Abschluss war auch schön gestaltet, dass jeder noch eine personalisierte Nachricht hinterlassen durfte (:   Ich würde jedem empfehlen, eine Gedenkstättenfahrt zu machen, weil man vor Ort nochmal richtig begreift, wie schlimm die Ereignisse damals waren. Für mich nehme ich ganz klar mit, dass jeder Mensch gleichviel wert ist und nicht aufgrund einer Behinderung oder Krankheit schlechter behandelt werden darf."

"Die Führung war informativ, anschaulich und eindrücklich. Vor Ort wurden die Taten, die in Grafeneck begangen wurden, viel lebendiger und präsenter als im Klassenzimmer. Was dort passierte, ist gruselig."